16. Juni 2019

Zistrosentee

Zistrosentee aus der Zistrose

Zu den Teesorten, die als außerordentlich gesund gelten, gehört auch der Zistrosentee. Die Zistrose ist uns als gesundes Kraut zwar schon seit längerem bekannt, in den letzten Jahren erlebt die Pflanze aus dem Mittelmeerraum aber eine Renaissance.

Die Zistrose gilt fast schon als Wunderpflanze und ihre Heilwirkung ist auch beeindruckend. Die Zistrosen (Cistus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae).

Die Zistrose und ein Tee aus ihrem Kraut sollen bei folgenden Problemen helfen: Durchfall, Hautprobleme, Aphthen, Candida (Pilze), grippale Effekte. Aber auch bei Schleimhautentzündungen soll der Tee hilfreich sein.

Wobei die Zistrose nicht nur als Tee genossen werden kann (und als solcher seine Wirkung entfalten), es gibt auch noch den Zistrosensud, der sich, gerade bei Hautproblemen, auch äußerlich anwenden lässt (wobei man hier, bei kleineren Problemen, auch einfach einen stark aufgebrühten Zistrosentee verwenden kann).

Alte Heilpflanze Zistrose

Es gibt Hinweise aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. darauf, dass schon damals die Heilkräfte der Zistrose geschätzt wurden.

Die Anwendungsmöglichkeiten von Zistrosentee sind vielfältig, eben weil dieses Mittelmeerkraut eine so vielfältige Wirkung hat. Sogar bei Borreliose soll ein Tee aus diesem Kraut eine Linderung der Symptome bewirken.

Zistrose bei Erkältungen

Fakt ist auf jeden Fall, dass ein Tee aus der Zistrose sehr gut bei Erkältung und Grippe ist. Nicht nur, weil ein heißer Tee bei einer solchen Erkältung immer gut tut – schon wegen der Befeuchtung -, sondern weil tatsächlich Inhaltsstoffe enthalten sind, die dafür sorgen, dass die Symptome gelindert werden. So gab es im Jahr 2009 eine klinische Studie, bei der 160 Patienten mit einer Erkältung (Infektionen der oberen Atemwege) mit einem Zistrosenextrakt behandelt wurden bzw. zur Kontrolle mit einem Placebo. In der Zistrosen-Gruppe nahmen die meisten Erkältungssymptome signifikant ab. In der Placebogruppe hingegen gab es kaum auffällige Verbesserungen.

Wirkstoffe der Zistrose

Neben Tanninen (Gerbstoffen) und ätherischen Ölen (Cineol, Limonen und Eugenol) finden sich in der Zistrose die mehrfach genannten Polyphenole, darunter 12 wichtige Flavonoide. Diese hochkarätige Kombination erklärt dann auch das breite Wirkspektrum der Pflanze. Und warum Zistrosentee so gut tut.

Wo die Zistrose wächst

Die Gattung ist im gesamten Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln verbreitet. Die größte Artenvielfalt befindet sich im westlichen Mittelmeergebiet (Frankreich, Spanien, Portugal, Marokko, Algerien). Die Zistrosen bilden einen Hauptbestandteil der Garigue. Sie wachsen auf trockenen, steinigen Flächen, oft auf kalk- und nährstoffarmen Böden. Als Tee werden aber nicht alle Arten verwendet, hier ist vor allem die kretische Zistrose (auch graubehaarte Zistrose) äußerst beliebt.

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