26. August 2019

Kurkuma – Gesunde Wurzel – Verwandt mit dem Ingwer

Kurkuma - Goldene Milch
Kurkuma - verwandt mit dem Ingwer und ähnlich gesund.

Wer den Geschmack von Ingwer mag und auch von seiner gesunder Wirkung überzeugt ist, sollte sich auch einen Verwandten dieser Wurzel anschauen. Und zwar die Kurkuma. Auch Kurkuma (Kurkume, Gelbwurz, gelber Ingwer) wird eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit nachgesagt. Die Kurkuma Pflanze (lateinischer Name Curcuma long) stammt aus Südostasien. Dort ist sie schon seit Jahrtausenden bekannt und wird auch als heilige Pflanze verehrt. Und so wird sie nicht nur in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sondern auch im Ayurveda (indische Medizin) verwendet.

In Europa war sie lange Zeit weniger als Medizinpflanze bekannt, sie wurde allerdings als Küchenkraut schon länger verwendet.

Die Kurkuma Pflanze gehört zur Familie der Ingwergewächse und so hat die Wurzel auch Ähnlichkeiten mit der Ingwerwurzel. Dieser Wurzelstock ist es, der an der Pflanze interessant ist, denn dieser kommt sowohl als Gewürz, aber eben inzwischen auch bei uns als Heilpflanze zum Einsatz.

Anders als Ingwer, der ja meist als Rhizom (Wurzelstock) in den Handel kommt, von dem man sich eben Zentimeter für Zentimeter abschneidet, was man gerade so verwenden möchte, um zum Beispiel ein Ingwerwasser herzustellen, kommt Kurkuma bereits getrocknet und pulverisiert in unsere Läden.

Inhaltsstoffe Kurkuma und die Wirkung

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der Kurkuma gehört Curcumin. Ganz unbekannt dürfte Curcumin uns nicht sein, denn es kommt als E100 auch als Färbemittel und Geschmacksträger in anderen Lebensmitteln vor. Nur weil Curcumin auch eine E-Nummer hat, ist es aber nicht ungesund.

Folgende Wirkung wird Curcumin nachgesagt:

  • Entzündungshemmend.
  • Schmerzstillend.
  • Krebshemmend.
  • Leitet Schwermetalle aus unserem Körper.
  • Hemmt den Knochenabbau.
  • Positive Wirkung bei Diabetes und auch bei Alzheimer.
  • Soll den Cholesterinspiegel senken.

Aber Curcumin ist nicht alles, was in Kurkuma enthalten ist. So sind dazu noch 5 bis 7 Prozent ätherische Öle drin. Und auch die ätherischen Öle sollen sehr gesund sein.

  • Entzündungshemmend.
  • Steigert die Herztätigkeit.
  • Anti-Arthritisch.
  • Anti-Neoplastische (gegen Tumore).
  • Anti-Mikrobiell.

Weitere Inhaltsstoffe sind Ferulasäure, Kaffeesäure, Kaffeesäurederivate. Kaffeesäure wird zum Beispiel nachgesagt nicht nur die Produktion von Nitrosaminen zu hemmen, sondern eben auch vor Magenkrebs zu schützen.

Curcumin gegen Krebs?

Es soll eine ganze Reihe von Studien geben, die sich mit der Heilwirkung des Curcumins bei Krebs beschäftigt haben. Und so wird Curcumin eine positive Wirkung bei einer Reihe von Krebsarten nachgesagt:

  • Hautkrebs
  • Darmkrebs
  • Brustkrebs
  • Lungenkrebs
  • Prostatakrebs
  • Gebärmutterhalskrebs

Kurkuma essen

Kurkumapulver
Kurkumapulver hat sehr viel Eisen – und ist auch in vielen Currypulvern enthalten.

Nun ist Kurkuma ja ein Gewürz, dass man nicht gerade täglich in seinen Speiseplan einbaut. Aber man kann es zum Beispiel nehmen, um seine Zitronen-Knoblauch-Kur etwas aufzupeppen. Oder man geht direkt in die Vollen und mischt sich eine Kurkuma-Milch, auch Kurkuma Latte oder Goldene Milch genannt. Die goldene Milch ist ziemlich lecker und eben auch sehr gesund. Da sie mit Pflanzenmilch hergestellt wird, ist sie zu dem auch vegan.

Goldene Milch

Goldene Milch ist ein Rezept, das aus der Ayurveda (Indische Heilkunde) stammen soll. Es gibt sehr viele verschiedene Rezept für goldene Milch. Allen gemein ist eben das Kurkuma-Pulver. Meist wird es dann eben auch mit Pflanzenmilch angerührt.

Zutaten Goldene Milch

  • 1 EL Kurkuma (in Pulverform)
  • 120 ml Wasser
  • Etwas frisch geriebenen Ingwer (Daumengroß, Vorsicht scharf)
  • Eine Prise Muskatnuss (am besten ebenfalls frisch gerieben)
  • Eine Prise Zimt
  • (Bis hierhin waren das die Zutaten für die Kurkumapaste, die für die Zubereitung der goldenen Milch verwendet wird).
  • 1 Teelöffel Kokosöl
  • 350 ml Pflanzenmilch (Kokosmilch, Kokos-Reis-Milch, Mandelmilch, Hafermilch)

Zubereitung Kurkuma-Paste

Zunächst wird die Kurkuma-Paste hergestellt. Diese wird dann immer, wenn es Goldene Milch geben soll, mit der Pflanzenmilch (sehr gut schmeckt Kurkuma Latte mit Kokosmilch) angerührt.

Man kann durchaus auch etwas mehr Kurkumapaste herstellen und kalt aufbewahren. Auch aus dem Vorrat gemacht schmeckt die Goldene Milch immer wieder lecker und gut. Die Paste hält sich im Kühlschrank durchaus eine Woche.

Für die Kurkuma Paste das Wasser und das Kurkumapulver miteinander in einem Topf verrühren und das ganze so lange kochen (immer weiter rühren), bis eine zähe Paste entstanden ist. Kurz vor Ende wird ein Stück Ingwer in diese Paste gerieben und auch der Muskatnuss und der Zimt dazugegeben.

Kurkumapaste zur Goldenen Milch verarbeiten

Kokosmilch zum köcheln bringen und die Kurkumapaste unterrühren. Jetzt nur noch das Kokosöl unterrühren und schon ist die Milch fertig und muss nur noch auf Trinktemperatur abkühlen.

Beim Trinken sollte man immer mal wieder umrühren, denn die Milch hat schon einige feste Bestandteile in sich, die sich ansonsten auf dem Boden der Tasse oder des Glases absetzen würden.

Warum Kurkumapulver und keine frische Kurkuma für die goldene Milch?

Natürlich kann man die Goldene Milch auch mit frischer Kurkuma Wurzel herstellen. Allerdings ist das Pulver sehr viel intensiver vom Geschmack. Und in der Milch würden sogar Raspeln der Wurzel nicht ganz so schön aussehen.

Goldene Milch als Kur

Gerne wird die Goldene Milch auch als Kur angewendet. Dann trinkt man diese jeden Tag über drei Monate hinweg. Eine Goldene Milch Kur soll die Leber entlasten, die Lunge reinigen und auch Kalkablagerungen in den Gelenken abbauen. Zudem ist Kurkuma gut für den Darm. Aber auch wenn man Goldene Milch nur ab und an genießt (zum Beispiel abwechselnd mit einem Ingwerwasser, Ingwertee oder Zitronenwasser) entfaltet das Kurkuma seine gesunde Wirkung.

Was auffällt – getrocknete Kurkuma ist sehr eisenreich

Ein hoher Vitamingehalt ist es nicht, was getrocknetes und gemahlenes Kurkuma besonders macht. Ins Auge sticht dann schon eher der hohe Gehalt an Eisen. 100 Gramm getrocknetes und gemahlenes Kurkuma kommen auf 41,4 mg Eisen. Damit liegt dieses Gewürz am oberen Ende der Tabelle der eisehaltigen bzw. eisenreichen Lebensmittel.

Kurkuma oft in Curry enthalten

Nicht in jedem Currypulver aber in vielen ist auch Kurkuma enthalten, und zwar meist mit um die 40 Prozent.

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